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Bikerjagden
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soweit eine südthüringer Regionalzeitung am 08.04.2000.
Dieser Fall ist in vielfacher Hinsicht spektakulär:
Für die Bürger entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze
vor allem deshalb, weil sich hier gegenüber Waffengewalt eine besondere Sensibilität
- was wohl zu verstehen ist - entwickelt hat.
Die Zahl der neuen "Wachtürme" (untenstehendes Bild) hat inzwischen die der
alten aus dem Betonzeitalter bei weitem überschritten. Auch spielen hier
Aspekte wie Natur- und Artenschutz kaum eine Rolle. Da wird der alte Plattenweg zum
komfortablen Anfahrtsweg zum Hochstand ausgebaut (mit Steuergeldern ?), da werden
Schneisen ins noch junge Grün auf dem ehemaligen Todesstreifen geschlagen, zum
Sehen und zum Schießen. Wer stört, auf den wird geschossen, mehr
oder weniger gezielt. Auf die Wanderer in Kniebundhosen, auf Pilzsammler im
Lodenmantel, auf Orchideenfreunde und Ornithologen, auf Freunde des Reitsportes,
des Radsportes und eben auf Biker.
Das Argument, das edle Weidwerk sei Umweltschutz pur, hat, seitdem über
oekologische Jagd diskutiert wird, ohnehin massiv Schaden genommen.
Ist doch das auf beiden Seiten unseres Landes oft exzessiv auf Wildbret und
Trophäe ausgerichtete Jagdwesen auch in Folge von Wildverbiss mit eine
Ursache für die Überalterung unserer Wälder, und damit für das
zwiespältige Waldsterben, das oft sehr einseitig ausschließlich dem
technischen Fortschritt angelastet wird.
Der Wald ist Volksgut - schau ich mich um in Südthüringen - wo darf
der Biker, der Crosser legal die Straße verlassen?
Das Beispiel des Exlandratstellvertreters ist exemplarisch. Schon in feudalen Zeiten war die
Jagd das Privileg der Könige und Fürsten, diese Lobby hat wohl überlebt!
rk. 1999
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