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Alpen 1997
Alpen 1998
Meinungen
Impressionen einer Alpentour
dabei waren:
Mathias Kamprath (3 Tage) Honda CB 500
Roland Kamprath Honda SevenFifty
Zeitraum: 13. bis 20. September 1998
Gefahrene Kilometer: 2446

Abreise
Sauwetter

Chaotische Wochen, alle wollten mit, keiner konnte mit, Mathias fand noch ein paar freie Tage vor Studienbeginn. Chaotischer Aufbruch, schon spät, grauer Himmel, nichts vergessen, los.
Dann nach 30 Kilometern - aus Fehlern (siehe Alpentour vom Vorjahr) wird man klug: rechtzeitig habe ich beim ADAC die Mautpickerl gekauft. Die lagen zu Hause. Zurück. Eine weitere Stunde Minus. Schließlich auf der Rhönautobahn - langer Stau an einer Brückenbaustelle - ist Vorbeifahren legal ? Von nun an Regen (Fluch der bösen Taten).

Ankunft
Camping The Ponderosa
Campingplatz "The Ponderosa"

Dann lief es, kurze Tankstops, beim verlassen des Tauerntunnels stellte ich fest, daß der Regen nicht mehr vom Visier ablief - es schneite. Ich bemühte mich den Tunnelmautner möglichst unbekümmert anzuschauen, es kostete Überwindung die völlig durchnässten Handschuhe wieder anzuziehen.
Erst weit nach Mitternacht wurde der Zeltplatz erreicht.
Der Platz war leer, kein Licht, nur der Regen strömte herab. Zeltaufbau unter diesen Bedingungen fiel aus, den Rest der Nacht verbrachten wir unter dem Vordach der Waschräume. Erst gegen Zehn Uhr wurde und bewußt, daß die uns umgebende phantastische Berglandschaft kein Traum war. Der Zeltplatz liegt etwas über 600 Meter hoch, ab 1000 Meter aufwärts war alles weiß.

1. Tourenvorschlag

Alle vorgeschlagenen Touren beginnen im Oberdrautal, also auf der Bundesstraße 100 zwischen Lienz in Osttirol und Spittal in Kärnten.
Wenn wir's Pickerl einmal haben fahren wir auf der A10 Richtung Villach, ab Villacher Kreuz auf die A 2 Richtung Italien bis zur Abfahrt Villach-Warmbad. Wir folgen der Ausschilderung Richtung Wurzenpaß, Slowenien. Der Wurzenpaß bietet abgesehen von seiner achtzehnprozentigen Steigung eher wenig. Bei 1073 Höhenmetern endet das fast geeinte Europa und man sollte Fahrzeugpapiere, Grüne Karte und Ausweis dabei haben. Bald ist in Podkoren die Slowenische Bundesstraße 1 erreicht, wir biegen links in Richtung Krajnska Gora ab. Am Ortseingang eine Tankstelle, in Slowenien sollte man angesichts des dünnen Tankstellennetzes rechtzeitig tanken.
Krajnska Gora ist ein sehr gepflegt wirkender Urlaubsort, den wir nach rechts in Richtung Bovec abbiegend, durchfahren. Die nächsten 52 Kilometer sind ein Paradies für den Motorradfahrer. Auf schmaler, kurvenreicher Strecke fahren wir über den Vrsic sedlo (Werschetzpaß 1611 m). Links und rechts herrliche Blicke in die Julischen Alpen deren markantes Wahrzeichen der Triglav mit fast dreitausend Metern ist. Hinab geht es durch das Tal der Soca, wir durchfahren einige landwirtschaftlich geprägte kleine Ortschaften. Schließlich erreichen wir kurz vor Bovez eine breitere Straße, die wir nach links abbiegend nutzen können um Bovec ein Wintersportparadies (Tankstelle) anzuschauen, oder gleich nach rechts um weiter nach Italien zu kommen. Nach Norden fahrend erreichen wir den Passo Predil (1156 m) und damit Italien.
Etwa drei Kilometer hinter der Grenze biegt nach links ein Sträßchen Richtung Moggia, Tolmezzo ab. Nun liegen wieder etwa dreißig Kilometer feinste Bergstraße vor uns. Wir überfahren den Sella Nevea bei 1180 Metern. Schließlich erreichen wir die italienische Staatsstraße 13, nun können wir entweder nach links über Tolmezzo, Plöckenpaß und Gailbergsattel oder nach rechts über Pontrebba, Naßfeldpaß und Kreuzbergsattel ins Oberdrautal zurück. Hier verweise ich auf meine vorjährige Tourbeschreibung. Wegen seiner vielen abenteuerlichen Kehrtunnel finde ich den Plöckenpaß schöner, allerdings finden auf oesterreichischer Seite gegenwärtige umfangreiche Baumaßnahmen zur Begradigung statt. Schade.

AUF DEM VRSIC
auf dem Vrsic   auf dem Vrsic
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2. Tourenvorschlag

Die zweite Tour führt über Lienz weiter auf der 108 Richtung Felbertauern. In Huben bietet sich die Möglichkeit nach rechts ins Kalsertal in die Nähe des Großglockners oder nach links ins Defreggental abzubiegen. Heute fahren wir nach links. Stetig ansteigend erreichen wir durch herrliche Berglandschaften fahrend nach gut 30 Kilometern den 2052 Meter hoch gelegenen Stallersattel. Die Abfahrt auf der italienischen Seite ist so schmal, daß mittels einer Ampelregelung die Fahrzeuge im Stundentakt hindurchgelassen werden (Bild)
Nunmehr in Südtirol, erreichen wir im Pustertal auf die 49 rechts abbiegend Bruneck/Brunico. Hinter der Ortsumgehung ist es schwierig den Abzweig ins Val Badia zu treffen. Nun sind wir wieder auf kleinen und kleinsten Bergsträßchen.
Immer der 244 nach Süden folgend, ist unser Ziel die Sellagruppe die wir umfahren wollen. Wir folgen der Ausschilderung zum Grödnerjoch/Passo di Gardena (2121 m). Weiter nach links auf die 242 abbiegend folgt das Sellajoch/Passo di Sella (2244 m) und wiederum nach link auf die 48 abbiegend der Pordoipaß/Passo di Pordoi (2239 m). Diese Aufeinanderfolge dreier Pässe auf kurzer Strecke ist hinsichtlich der Anzahl der Kehren, der Höhenunterschiede und der phantastischen Ausblicke nicht zu überbieten.
Der krönende Abschluß auf dem Wege nach Cortina ist der Falzarengopaß (2105 m), der nicht mehr zu Südtirol, sondern dem Friuli zugehört.
Im olympischen Wintersportort Cortina d'Ampezzo können wir entscheiden ob wir die moderatere Version der Rückfahrt über die gut ausgebaute 51 wählen, oder ob wir noch den Kreuzbergpaß/Passo M. Croce di Comelico (1636 m) und den Misurinapaß/Col Sant'Angelo (1756 m) verkraften. Auch in diesem Falle ist Toblach/Dobbiaca unser nächster Zielort, von dem aus wir durch das obere Drautal Oesterreich und Lienz wieder erreichen.

Staller Sattel   Staller Sattel
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3. Tourenvorschlag

Die dritte Tour ist zur Entspannung gedacht, und bietet die Möglichkeit entweder bei sommerlichen Bedingungen in einem der angenehm warmen Kärntener Seen oder bei weniger sommerlichen Temperaturen in einer wohltemperierten Therme zu baden.
Diesmal verlassen wir das Drautal in Spittal auf der B99 nach Norden. Sie folgt der A10, und war vor deren Bau eine wichtige Nord-Süd-Verbindung über die Alpen. Über Gmünd mit sehenswertem Stadtbild und Porsche-Museum erreichen wir steil ansteigend den 1641 Meter hohen Katschbergpaß den die Autobahn in einem 5,5 km langen Tunnel unterquert. Schließlich erreichen wir das Murtal. Es empfielt sich der Ausschilderung nach St. Margarethen zu folgen und über Thomatal die Nebenstraße zu nutzen. In Mur treffen wir wieder auf die B95, die wir bald wieder in Predlitz Richtung Turracher Paß nach rechts verlassen.
Diese Tour berührt drei Bundesländer. Nachdem wir am Katschberg die Grenze zum Salzburger Land passiert hatten, fahren wir jetzt einige Kilometer durch die bergbaulich geprägte Steiermark. So befinden sich auf der Turracher Höhe (1763 m) zwei Bergstationen, die Steiermarker und die Kärntener. Wieder in Kärnten geht es mit 23% Gefälle zu Tale. In Patergassen nach rechts abbiegend erreichen wir bald Bad Kleinkirchheim mit seiner Römertherme (nur für Warmduscher). Alternativ einige Kilometer weiter Richtung Spittal der Milstätter See mit einigen Freibädern. Am Spittaler Knoten ist das Drautal wieder erreicht.

Römerbad

Spätherbst
Alpentour im September   Alpentour im September
Alpentour im September   Alpentour im September

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