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Zunächst einige grundsätzliche Betrachtungen:
Der Beginn des "Roten Bereiches" markiert den Drehzahlbereich der bei exzessivem Gebrauch zu mechanischen Schäden am Motor führen kann. Man sollte ihn ernst nehmen. Berechnen wir die fiktive Höchstgeschwindigkeit im 5. Gang bei 8700 U/min so ergibt sich ein Wert von 183,8 km/h. Im vierten Gang beträgt die kritische Geschwindigkeit 158,9 km/h - ergo sind Versuche die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 167 km/h im vierten Gang erreichen zu wollen gefährlich.
Wir wissen einerseits, dass zur Erreichung der angegebenen Höchstgeschwindigkeit 50 PS notwendig sind, und andererseits, dass unser TRANSALP V2 oberhalb der 8000 U/min einen dramatischen Leistungseinbruch erlebt. Somit ergibt sich die logische Konsequenz, dass angegebene Höchstgeschwindigkeit exakt im 5. Gang bei 8000 U/min - der maximalen Leistung erreicht werden kann und praktisch auch erreicht wird.
Eine andere Philosophie ist die, den letzten Gang als Spargang, Ökogang oder Overdrive auszubilden. In diesem Falle wird der letzte Gang wesentlich "länger" übersetzt, das heißt er dient vor allem dazu, Geschwindigkeitsbereiche unter der möglichen Höchstgeschwindigkeit zu bedienen und dabei Drehzahlbereiche zu nutzen die einen sparsamen Kraftstoffverbrauch gewährleisten. In diesem Falle ist der vorletzte Gang so übersetzt, das hier die Höchstgeschwindigkeit erreicht werden kann.
Erfahrungen mit der BMW R1150 GS, deren 6-Ganggetriebe über einen "langen" 6. Gang verfügt zeigen, dass weniger die Sparwirkung zum Tragen kommt, sondern vielmehr das Vermeiden langanhaltender Drehzahlorgien bei Langstreckenfahrten als angenehm empfunden wird.

Zurück zur Transalp:
Gehen wir davon aus, dass es zwecks Ausnutzung vorhandener Leistungsreserven zweckmäßig ist den Drehzahlbereich zwischen maximalem Moment und maximaler Leistung zu nutzen, ergibt sich für eine maximale Beschleunigung folgende Schaltfolge (rote Linie):

Auffällig ist der große Abstand zwischen 1. und 2. Gang, wir kennen den Zustand, wenn wir genötigt werden mit voller Zuladung auf der Passstraße bergauf 60 zu fahren. Für den Ersten zu schnell und den Zweiten zu langsam. In den höheren Gängen gelingt es besser den entsprechenden "Anschluss" zu bekommen, sodass es hier immer möglich ist die optimale Übersetzung zu wählen. Ob das Optimum ein Optimum an Beschleunigung, Verbrauch oder Verschleiß ist entscheidet letzthin das Temperament und der Geldbeutel des Bikers.

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