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Kurventechnik - Grenzwerte
Skizze Schräglage Auf den ersten Blick erscheint das ganz einfach, um so enger die Kurve und um so schneller der Biker, desto größer die Schräglage. Mechanische Grenzwerte liefert die Bodenberührung von Fußraste, Auspuff, Hauptständer oder anderer tiefliegender Bau- oder Körperteile. Um das zu verhindern kann man den Schwerpunkt des Systems Biker - Bike zum Kurveninneren verlagern, sprich Hanging Off und wir haben wieder ein paar Millimeter Schräglagenfreiheit gewonnen und die Fahrmechanik ein wenig verbessert (Federung und Dämpfung funktionieren nur bei rechtwinklig zur Straße stehendem (fahrendem) Bike optimal. Es gibt aber noch einen anderern Grenzwert: Wie schon im Thema von Null auf Hundert dargelegt wurde, begrenzt die Haftreibung zwischen Reifen und Straße das maximal Mögliche. Gehen wir wiederum davon aus das die maximale Haftreibung µ = 1 beträgt, können wir nun bestimmen bei welcher Geschwindigkeit und bei welcher Schräglage dieser kritische Wert erreicht wird.

Mit FR = µ * FN
(FR: Reibkraft; µ: Reibungsfaktor und FN: Normalkraft)

ergibt sich für µ = 1 das FR gleich FN ist.
Die Normalkraft ist das Produkt aus Masse m und Erdbeschleunigung g, diese Werte setzen wir in bekannte Formel ein, und berechnen nach dem Gleichsetzen der Formeln die maximale Geschwindigkeit, mit der die Kurve befahren werden könnte:

Berechnung max. Geschwindigkeit

Kräfte Schräglage Setzen wir jetzt die berechnete Geschwindigkeit von 31,32 m/s in die Formel zur Berechnung der Schräglage (letzter Beitrag) ein erhalten wir als Ergebnis einen Winkel von exakt 45°. Das ist keinesfalls Zufall sondern resultiert aus dem gleichen Betrag der Größe von Reibkraft und Normalkraft.
Jetzt wissen wir's genau: so richtig gefährlich wird es bei Schräglagen größer 45°, was aber keinesfalls bedeutet dass schon geringere Schräglagen Gefahren in sich bergen können aber auch, dass unter bestimmten Voraussetzungen größere Schräglagen möglich sind.
Mit diesem Wissen ausgerüstet werden wir im folgenden Kapitel die Möglichkeiten betrachten wie wir die fahrmechanischen Gegebenheiten einerseits und den konkreten Kurvenverlauf andererseits in Übereinstimmung bringen können.

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